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  Unser Reiseprogramm 2012.

Straßenbahnreise Frankreich (Teil 2: Osten und Süden)
08. bis 22. September 2012

 

In unserem Nachbarland entsteht in atemberaubendem Tempo eine neue Straßenbahn nach der anderen. Konnten wir 2002 noch ganz Frankreich auf einer zweiwöchigen Reise besuchen, gibt es inzwischen so viele Betriebe, dass wir zwei Reisen daraus machen müssen. Der zweite Teil führt uns in den Osten und in den Süden des Landes, wo wir wieder sämtliche Straßenbahnen, U-Bahnen und O-Busse besichtigen.

Wir können Ihnen eine äußerst interessante und spannende Reise versprechen, denn auch wenn bei den meist sehr jungen Straßenbahnbetrieben Niederflurwagen des Typs Citadis von Alstom dominieren, sorgt deren individuelles, oft futuristisches Design doch von Stadt zu Stadt für Abwechslung. Innovative französische Nahverkehrstechnologien wie das APS-Stromschienensystem, die VAL-Metro, die "Tram-sur-pneus" und den "Tram-train", die es in Deutschland nicht gibt, lernen Sie auf dieser Reise aus nächster Nähe kennen und können sich Ihre eigene Meinung darüber bilden. Aber auch Straßenbahnmuseen mit historischen Fahrzeugen gehören zu unserem Programm. Eisenbahnfreunde haben Gelegenheit, zwei besonders interessante Schmalspurbahnen und das offizielle französische Eisenbahnmuseum in Mulhouse kennen zu lernen. Allen Teilnehmer wird außerdem auf Bahnfahrten kreuz und quer durch Frankreich und bei Besuchen vieler wichtiger Städte ein guter Eindruck von Land und Leuten vermittelt.

Reiseverlauf:

Samstag, 08.09.12.
Ca. 12.50 Uhr ab Stuttgart Hbf. bzw. 13.30 ab Karlsruhe Hbf. mit einem französischen TGV-Hochgeschwindigkeitszug nach Lyon und Übernachtung dort.

Sonntag, 09.09.12.
Tagesausflug im Regionalzug in die nahe gelegene Stadt Saint Etienne, eine von nur drei Städten in Frankreich, die ihre alte Straßenbahn niemals stillgelegt, wohl aber inzwischen komplett modernisiert und ausgebaut hat. In Saint Etienne lernen wir eine der beiden letzten Meterspur-Straßenbahnen und einen der drei letzten Obusbetriebe Frankreichs kennen. Außerdem besuchen wir das betriebseigene Museum mit verschiedenen historischen Straßenbahnen und Obussen. Übernachtung in Lyon.

Montag, 10.09.12.
Lyon streitet sich mit Marseille darum, welche von beiden die zweitgrößte Stadt Frankreichs ist. Im eigentlichen Stadtgebiet hat Marseille zwar mehr Einwohner, der Ballungsraum Lyon ist aber mit rund 1,3 Millionen nach Paris der zweitgrößte des Landes. Wie die meisten französischen Großstädte hat Lyon seine Straßenbahn in den 1950er-Jahren als "altmodisch" stillgelegt. Im Jahre 2000 wurde sie in moderner Form neu eröffnet, und mittlerweile ist wieder ein ausgedehntes Netz von vier Linien mit 58 km Länge entstanden. Die Kopfform der Citadis-Triebwagen soll an Seidenraupen erinnern, denn Lyon war einst berühmt für seine Textilindustrie und insbesondere für seine Seidenweber. Dazu kommen noch die von einer eigenständigen Gesellschaft mit Tango-Triebwagen von Stadler betriebene Straßenbahnlinie zum Flughafen und der neue Stadtbahnbetrieb ("Tram-train") der Staatsbahn. Übernachtung in Lyon.

Dienstag, 11.09.12.
Eine weitere Tagestour per Bahn führt uns nach Grenoble zu einem anderen noch relativ neuen Straßenbahnbetrieb, dessen Netz mittlerweile ebenfalls auf vier Linien angewachsen ist und spektakuläre Fotomotive mit Alpen-Panorama als Hintergrund bietet. Übernachtung in Lyon.

Mittwoch, 12.09.12.
Für unseren heutigen Tagesausflug in die 180 km entfernte Stadt Clermont-Ferrand haben wir als Verkehrsmittel einen Sonderbus gewählt - einmal, weil die Zugverbindungen nicht so recht passen, zum anderen, weil uns das den Besuch der brandneuen elektrischen Zahnradbahn auf den Ausflugsberg Puy de Dome ermöglicht, die im Sommer 2012 mit Schweizer Technologie eröffnet wird. Clermont-Ferrand selbst besitzt seit 2006 eine sog. "Tram-sur-pneus" Typ Translohr - eine "Straßenbahn auf Gummireifen", wie die Franzosen sagen. Nach unserer Definition ist es wegen der fehlenden Schienen eher ein Spur-Obus-System mit vierteiligen straßenbahnähnlichen Gelenkwagen. Übernachtung noch ein letztes Mal in Lyon.

Donnerstag, 13.09.12.
Außer dem umfangreichen Straßenbahnnetz gehören zum ÖPNV der Stadt Lyon auch noch der größte Trolleybusbetrieb des Landes, eine interessante U-Bahn mit einer Zahnradlinie und zwei Standseilbahnen. Im Automobilmuseum Henri Malartre sind außerdem auch einige historische Straßenbahnwagen ausgestellt. Um Ihnen das alles zeigen zu können, brauchen wir einen zweiten Tag in Lyon, bevor wir am späten Nachmittag unsere Fahrt im TGV nach Montpellier ans Mittelmeer fortsetzen. Übernachtung in Montpellier.

Freitag, 14.09.12.
Auch die Straßenbahn Montpellier wurde erst 2000 eröffnet und schreibt inzwischen eine echte Erfolgsgeschichte. Zum Zeitpunkt unserer Reise sind die Linien 3 und 4 gerade neu eröffnet worden, und die Fahrgastzahlen übertreffen alle Erwartungen. Die Bahnen bieten ein besonders abwechslungsreiches Erscheinungsbild, da jede Linie ihre eigene bunte Farbgebung hat. Spätnachmittags kurze Weiterfahrt per Bahn zur Übernachtung nach Perpignan.

Samstag, 15.09.12.
Heute steht eine einzigartige elektrische Schmalspurbahn nahe der spanischen Grenze auf unserem Programm, die zur französischen Staatsbahn SNCF gehört und wegen ihres Stromschienenbetriebs "Pyrenäen-Metro" genannt wird. Im Regionalzug fahren wir morgens von Perpignan nach Villefranche, von wo aus wir in drei Stunden die Gesamtstrecke der Schmalspurbahn durch die spektakuläre Gebirgslandschaft der Pyrenäen bis Latour de Carol befahren. Auf Normalspur geht es nachmittags weiter in unseren nächsten Übernachtungsort Toulouse.

Sonntag, 16.09.12.
Die Stadt Toulouse hat zunächst auf eine vollautomatische gummibereifte Metro System VAL gesetzt, nach zwei größtenteils unterirdischen VAL-Linien aber 2010 auch eine erste moderne Straßenbahn mit Citadis-Niederflurwagen in Betrieb genommen. Am späten Nachmittag Weiterfahrt im Schnellzug nach Marseille, wo wir die nächsten drei Nächte verbringen.

Montag, 17.09.12.
Marseille steht heute noch nicht auf unserem Programm. Erst einmal machen wir einen Tagesausflug per Bahn entlang der Mittelmeerküste nach Nice (Nizza) mit seiner 2007 eröffneten Straßenbahn, die im Stromschienenbetrieb quer durch die wunderschöne Altstadt fährt. Übernachtung in Marseille.

Option: Statt auf direktem Wege von Nice nach Marseille zurück zu fahren, haben unsere Eisenbahnfreunde Gelegenheit zu einer Fahrt mit dem "Pinienzapfen-Zug" ("Train des Pignes") der Chemin de Fer de Provence. Es wird ein langer Tag, denn die einfache Fahrt mit dem Schmalspur-Dieseltriebwagen von Nice durch die Südalpen nach Digne dauert fast vier Stunden. Da wir für die Rückfahrt von Digne nach Marseille (Ankunft ca. 22.30 Uhr) einen Bus chartern müssen, kostet dieses optionale Programm 50 € pro Person bei mindestens 15 Teilnehmern. Falls gewünscht, bitte auf der Reiseanmeldung vermerken!

Dienstag, 18.09.12.
Heute steht Marseille mit seiner schon im 19. Jahrhundert eröffneten, in den letzten Jahren aber komplett modernisierten Straßenbahn auf unserem Programm. Die Triebwagen wurden ausnahmsweise nicht von Alstom, sondern von Bombardier gebaut. Passend zu einer Hafenstadt wurde ihr Design der Form eines Schiffs nachempfunden. Daneben gibt es auch eine U-Bahn. Übernachtung in Marseille.

Mittwoch, 19.09.12.
Vormittags Rückfahrt per Bahn über Lyon nach Dijon. Nachmittags Besuch von Frankreichs neuester Straßenbahn, deren erste Linie zum Zeitpunkt unseres Besuchs noch keine drei Wochen in Betrieb sein wird. Am späten Nachmittag kurze Weiterfahrt im TGV nach Mulhouse, wo wir übernachten.

Donnerstag, 20.09.12.
Die elsässische Stadt Mulhouse (Mülhausen) besitzt seit 2006 wieder eine Straßenbahn. 2010 kam ein Stadtbahnbetrieb nach Karlsruher Vorbild hinzu, in Frankreich "Tram-train" genannt. Zweisystem-Triebwagen Typ Siemens Avanto der Staatsbahn fahren auf Straßenbahngleisen in die Innenstadt durch. Eisenbahnfreunden empfehlen wir außerdem einen Besuch in Frankreichs großem "offiziellen" Eisenbahnmuseum. Spätnachmittags kurze Weiterfahrt per Bahn nach Strasbourg und Übernachtung dort.

Freitag, 21.09.12.
Auch die 1994 eröffnete Straßenbahn von Strasbourg (Straßburg) ist eine großer Erfolgs. Mit mittlerweile sechs Linien ist sie in kurzer Zeit zum wichtigsten Verkehrsmittel der Stadt geworden, ihre Fahrgastzahlen brechen alle Rekorde. Der ganze Tag steht uns heute  für  das ausgedehnte Netz zur Verfügung, das von futuristisch anmutenden Triebwagen der Hersteller Socimi, Bombardier und Alstom bedient wird. Übernachtung nochmals in Strasbourg.

Samstag, 22.09.12.
Die letzte Stadt, die wir auf unserer abwechslungsreichen Reise besuchen, ist Nancy, knappe eineinhalb Stunden per Regionalzug von Strasbourg entfernt. Hier erleben wir noch einmal eine "Straßenbahn auf Gummireifen", aber mit anderer Technologie, als wir sie in Clemont-Ferrand gesehen haben. Der Hersteller ist Bombardier. Nachmittags Rückfahrt nach Strasbourg und weiter im TGV nach Karlsruhe, wo unsere Reise um ca. 18.30 Uhr endet. Falls das für Sie günstiger ist, können Sie im selben Zug bis Stuttgart, Ulm. Augsburg oder München weiter fahren. Bitte geben Sie den gewünschten Start- und Zielbahnhof aber auf Ihrer Reiseanmeldung an, damit wir ihren Platz entsprechend reservieren können.

Reiseleistungen:

Im Reisepreis sind die folgenden Leistungen enthalten:
* Eisenbahn-Rundreise ab und bis Stuttgart oder Karlsruhe gemäß Reiseverlauf in Regelzügen 2. Klasse *).
* 14 Übernachtungen mit Frühstück in verkehrsgünstig gelegenen Mittelklasse-Hotels, Doppelzimmer mit Dusche/WC.
* Fachprogramme in allen besuchten Städten, alle im Reiseverlauf erwähnten Besichtigungen mit Eintrittsgeldern und Sonderbussen, sofern erforderlich.
* Tageskarten für alle besuchten Verkehrsbetriebe.
* Fachkundige deutschsprachige Reiseleitung.

Unser Programm in den verschiedenen Städten sieht in der Regel zunächst eine Begrüßung durch den Verkehrsbetrieb und eine Depot-Besichtigung vor. Anschließend haben Sie ausreichend Freizeit, das Netz mit Ihrer Tageskarte individuell abzufahren und zu fotografieren. Sonderfahrten machen normalerweise keinen Sinn, da es bei den modernen Betrieben keine Fahrzeuge gibt, die man nicht sowieso im Liniendienst antrifft.

*) Wichtig: Bitte vergessen Sie nicht, auf Ihrer Reiseanmeldung ihren gewünschten deutschen Start- und Zielbahnhof anzugeben (für die Hinfahrt haben Sie die Wahl zwischen Karlsruhe und Stuttgart, für die Rückfahrt zwischen Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Augsburg und München). Preislich macht das keinen Unterschied, es ist für uns aber wichtig zu wissen, damit wir Ihre Platzreservierung entsprechend vornehmen können.

Machen Sie bitte außerdem einen Vermerk auf Ihrer Reiseanmeldung, falls Sie am 17.09. die Fahrt mit dem "Pinienzapfen-Zug" mitmachen möchten (Zusatzkosten 50 € pro Person).

Reisepreis:
Pro Person € 1.850,--. Der Einzelzimmer-Zuschlag beträgt € 530,--. Wenn Sie ihn sparen wollen, können Sie wie bei allen unseren Reisen auch als Alleinreisender ein halbes Doppelzimmer buchen. Wir finden sicher einen passenden Zimmerpartner für Sie.

Eine Anschlussfahrkarte 2. Klasse ab jedem beliebigen DB-Bahnhof zum Ausgangspunkt der Reise und zurück kostet € 110,-- (€ 90,-- für Bahncard-Besitzer). Sie gilt in allen Zügen inkl. ICE ohne Zugbindung. Eventuelle Platzreservierungen nehmen Sie bitte selbst vor. Falls gewünscht, vergessen Sie bitte nicht, auf der Reiseanmeldung Ihren persönlichen Abfahrtsbahnhof anzugeben!

Einreisebestimmungen. Frankreich gehört zur EU. EU-Bürger benötigen für diese Reise einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.

Reiseleitung: Thomas E. Fischer.

Anmeldeschluss ist der 25. Juni 2012.

Mindestteilnehmerzahl für diese Reise: 30 Personen.


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