
Intra Express GmbH
Burgherrenstr. 2
D-12101 Berlin
Telefon:
Inland 030/785 33 91
Ausland 0049/30/785 33 91
Telefax:
Inland 030/785 92 08
Ausland 0049/30/785 92 08
E-Mail:
intraex@t-online.de
Internet:
www.intraexpress.de
Vertretungsberechtigter Geschäftsführer:
Thomas E. Fischer
Registergericht:
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Registernummer:
HRB 31339
Steuernummer: 29/10/5481
Finanzamt für Körperschaften III, Berlin

2003 waren wir zum letzten Mal auf einer Intra
Express-Straßenbahnreise in allen rumänischen Straßenbahnstädten. Nach
fast zehn Jahren hat sich so viel geändert, dass es höchste Zeit für
eine Wiederholung ist. Außer sämtlichen rumänischen Straßenbahnen
besuchen wir auch den einzigen Straßenbahnbetrieb des Nachbarlandes
Bulgarien, der mit zwei Spurweiten und diversen Gebraucht-Fahrzeugen
aus Deutschland ebenfalls viel Abwechslung bietet. Dazu lernen Sie
diverse Obusse in beiden Ländern kennen.
Nach der Wende gab es in Rumänien 15 Straßenbahnen, von denen etwa die
Hälfte erst gegen Ende der Ceausescu-Diktatur in den 1980er-Jahren
entstanden ist. Zum Glück fiel die politische Wende zusammen mit der
Zeit, als viele deutsche Straßenbahnbetriebe auf Niederflurwagen
umrüsteten und ihre noch gut erhaltenen Altfahrzeuge loswerden wollten.
So gingen mehr als 1.000 gebrauchte Straßenbahnwagen aus zwei Dutzend
deutschen Städten sowie aus Österreich, der Schweiz und den
Niederlanden kostenlos oder für wenig Geld nach Rumänien und sicherten
erst einmal das Überleben der dortigen Betriebe.
Nach dem EU-Beitritt gab es bei den rumänischen Straßenbahnen positive
und negative Veränderungen: vier Betriebe sind leider stillgelegt
worden (wobei in Sibiu noch Sonderfahrten stattfinden), andere aber
sanieren ihr Streckennetz und beschaffen sogar schon erste
Niederflurwagen. Noch ist das Land jedoch als "größtes deutsches
Straßenbahnmuseum" einen Besuch wert, und noch hat es den Charme
vergangener Zeiten mit schmucken Dörfern und unzähligen
Pferdefuhrwerken auf den Straßen bewahrt.
Reiseverlauf:
Samstag, 09.06.12.
Mittags Abflug vom deutschen Flughafen Ihrer Wahl nach München. Von
dort gemeinsamer Weiterflug mit Lufthansa nach Timisoara, wo wir am
späten Nachmittag ankommen. Übernachtung in Timisoara.
Sonntag, 10.06.12.
Rumäniens zweitgrößte Stadt, Timisoara, besitzt ein umfangreiches
Straßenbahnnetz, das heute fast typenrein von Hansa- und
Wegmann-Gelenkzügen befahren wird, die aus der Partnerstadt
Bremen hierher
abgegeben worden sind. Daneben gibt es auch einen modernen Obusbetrieb.
Am späten Nachmittag kurze Weiterfahrt im Sonderbus in die Nachbarstadt
Arad (50 km) und Übernachtung dort.
Montag, 11.06.12.
Wenn man Rumänien als "größtes deutsches Straßenbahnmuseum" bezeichnet,
so gilt das ganz besonders für die Meterspur-Straßenbahn von Arad.
Fahrzeuge von mehr als einem Dutzend deutscher Meterspurbetriebe sind
hierher gelangt. Dabei hat die Straßenbahn zweifellos Zukunft: in den
letzten Jahren wurde schon viel in eine Verbesserung des Gleiszustandes
investiert, und inzwischen hat die örtliche Waggonfabrik Astra
gemeinsam mit Siemens einen ersten Niederflur-Prototyp namens "Imperio"
gebaut. Besonders reizvoll ist die Überlandstrecke in das romantische
Nachbardorf Ghioroc, die wir mit einem historischen Vierachser
ungarischer Bauart befahren werden. Übernachtung nochmals in Arad.
Dienstag, 12.06.12.
Morgens Weiterfahrt im Bus nach Oradea (115 km) und Besichtigung einer
Straßenbahn, bei der das Niederflur-Zeitalter bereits begonnen hat:
neben Tatra T4D aus Dresden und Magdeburg sowie Tatra KT4D aus Berlin
treffen wir hier die einzigen Ulf-Niederflurwagen außerhalb Wiens an,
2008 fabrikneu von Siemens gekauft. Übernachtung in Oradea.
Mittwoch, 13.06.12.
Morgens bringt uns unser Bus in die 150 km entfernte Stadt Cluj-Napoca
(Klausenburg). Dort erreichen wir Siebenbürgen, den Teil Rumäniens, in
dem es noch immer einen (wenn auch nach der Grenzöffnung stark zurück
gegangenen) deutschen Bevölkerungsanteil gibt und die Städte offiziell
auch deutsche Namen tragen. Cluj bzw. Klausenburg besitzt einen
kleinen, erst 1987 eröffneten Straßenbahnbetrieb mit Tatras aus Berlin
und Magdeburg. Außerdem fahren hier auch Obusse. Durch reizvolle
Gebirgslandschaft führt unsere Fahrt nachmittags noch 160 km weiter
nach Sibiu (Hermannstadt) zur Übernachtung.
Donnerstag, 14.06.12.
Die letzte übrig gebliebene Straßenbahn in Sibiu (Hermannstadt) war
eine meterspurige Überlandstrecke, die am Stadtrand begann und 11 km
weit in das malerische Nachbardorf Rasinari führte. Der Fahrzeugpark
bestand seit den 1990er-Jahren aus vierachsigen Triebwagen und
Beiwagen, die als Geschenk aus der Partnerstadt Genf gekommen sind.
Zwei Triebwagen und ein zum Partywagen umgebauter Beiwagen,
mittlerweile 60 Jahre alt, sind noch betriebsfähig. Nach eine
Entgleisung Anfang 2011 wurde zwar der Linienverkehr eingestellt,
Sonderfahrten wie z. B. Hochzeitsfahrten und Theateraufführungen
in der Straßenbahn finden aber weiterhin statt. Hoffen wir, dass wir
auch im Juni noch einen Sonderzug mit Fotohalten auf der überaus
reizvollen Strecke mieten können. Anschließend lassen wir Ihnen noch
etwas Zeit für die mittelalterliche Altstadt, die zum
UNESCO-Weltkulturerbe gehört, oder alternativ für das
Dampflok-Freilichtmuseum im Bw der Staatsbahn, wo eine Vielzahl
historisch wertvoller Normalspur- und Schmalspur-Lokomotiven leider
seit Jahren vor sich hinrostet. Danach fahren wir mit unserem Bus noch
150 km weiter in die nicht weniger reizvolle Stadt Brasov (Kronstadt).
Leider wurde hier die einzige Straßenbahnlinie, 1987 eröffnet, bereits
2006 wieder stillgelegt, jedoch gibt es noch den Obusbetrieb mit einem
interessanten Sammelsurium von Gebrauchtfahrzeugen aus der Schweiz,
Frankreich und Innsbruck. Vor der Übernachtung empfehlen wir noch einen
Bummel durch die Altstadt mit ihrem sehenswerten Marktplatz und der
berühmten Schwarzen Kirche.
Freitag, 15.06.12.
Östlich von Brasov wird das Land wieder flach und so werden wir
hoffentlich die heutige lange Fahrt nach Botosani (340 km) in einer für
rumänische Straßenverhältnisse guten Zeit hinter uns bringen. In
Botosani erwartet uns die jüngste Straßenbahn des Landes - zu
Ceausescu-Zeiten begonnen, aber erst 1991 nach der Wende eröffnet.
Bisher hat sich der Kleinstadt-Straßenbahnbetrieb mit seinen zwei
Linien und gebrauchten Tatras ex Dresden und Magdeburg gut gehalten. Da
die Stadt sonst nicht viel zu bieten hat, fahren wir abends im Bus noch
125 km weiter zu unserem nächsten Hotel nach Iasi.
Samstag, 16.06.12.
Ganz im Osten des Landes nahe der moldawischen Grenze gelegen, ist Iasi
die drittgrößte Stadt und ein altes Kulturzentrum des Landes. Bereits
seit 1900 gibt es hier eine meterspurige Straßenbahn, und heute ist auf
einem ausgedehnten Netz eine ähnliche Vielfalt von Gebrauchtfahrzeugen
im Einsatz wie in Arad. Sie stammen aus diversen deutschen Städten,
aber auch aus Bern. Übernachtung nochmals in Iasi.
Sonntag, 17.06.12.
Weiterfahrt mit unserem Bus an die Donau nach Galati (240 km).
Nachmittags besichtigen wir den normalspurigen Straßenbahnbetrieb mit
Großraumzügen ex Frankfurt/Main, Rotterdamer Gelenkwagen und Tatras aus
verschiedenen deutschen Städten. Betrieb herrscht hier hauptsächlich
zum Schichtwechsel im großen Stahlkombinat, das allerdings schon
bessere Zeiten erlebt hat. Auch ein kleiner Obusbetrieb besteht in der
Stadt. Übernachtung in Galati.
Montag, 18.06.12.
Vormittags steht die Straßenbahn der Nachbarstadt Braila (30 km) auf
unserem Programm, die sich ebenfalls durch ihren interessanten
Fahrzeugpark auszeichnet. Mit etwas Glück kann man hier Straßenbahnen
aus drei Ländern auf ein Bild bekommen, denn es gibt Fahrzeuge aus
Wien, Rotterdam und Berlin. Nachmittags Weiterfahrt per Bus in die 220
km entfernte Hauptstadt Bukarest zur Übernachtung.
Dienstag, 19.06.12.
Rumäniens Hauptstadt Bucuresti (Bukarest) hat fast 2 Millionen
Einwohner und ein umfangreiches elektrisches Stadtverkehrsnetz mit
Straßenbahnen, Trolleybussen und U-Bahnen. In allen anderen rumänischen
Städten dürfte unsere Zeit reichen, alle Depots zu besichtigen und die
Straßenbahnnetze (mit Ausnahme der Strecken, die gerade wegen
Sanierungsarbeiten gesperrt sind) komplett abzufahren. In Bukarest
können wir Ihnen in eineinhalb Tagen nur einen Überblick geben und das
Interessanteste zeigen. Streckennetz und Fahrzeugpark machen einen
recht guten Eindruck. In den letzten Jahren wurde viel Geld in die
Verbesserung des Gleiszustandes gesteckt und als einziger rumänischer
Straßenbahnbetrieb hat Bukarest kaum ausländische Gebrauchtfahrzeuge
erhalten. Die meisten Wagen wurden in der eigenen Hauptwerkstatt gebaut
und mittlerweile modernisiert. Auch ein Niederflurwagen Bauart "Bucur"
wurde dort schon entwickelt. Übernachtung in Bukarest.
Mittwoch, 20.06.12.
Tagesausflug per Bus nach Craiova (230 km). Auf dem kleinen, 1987
eröffneten Straßenbahnnetz der ansonsten nicht besonders attraktiven
Industriestadt tummelt sich eine Vielfalt von Fahrzeugen aus Berlin,
Dresden und Rotterdam. Übernachtung in Bukarest.
Donnerstag, 21.06.12.
Ein zweiter Tagesausflug per Bus führt uns nach Ploiesti (65 km). Auch
hier besuchen wir eine Normalspur-Straßenbahn aus der Ceausescu-Zeit,
deren zwei Linien heute mit Tatra KT4D aus Potsdam bedient werden. Der
Obusbetrieb besitzt den modernsten Fahrzeugpark des Landes, denn
hierher hat es die eigentlich für Lausanne bestimmten, aber nicht
abgenommenen Niederflur-Gelenkwagen von Neoplan verschlagen.
Übernachtung in Bukarest.
Freitag, 22.06.12.
Am Vormittag setzen wir noch unser Programm in Bukarest fort, gegen
Mittag fahren wir über die einzige Donaubrücke, die Rumänien und
Bulgarien verbindet, in die bulgarische Grenzstadt Ruse weiter (80 km).
Während in Rumänien in der Endphase des Sozialismus zahlreiche
Straßenbahnen gebaut wurden, um knappes Dieselöl zu sparen, setzte man
in Bulgarien zur selben Zeit auf Trolleybusse. Es würde den Rahmen
dieser Reise sprengen, die 14 Obusbetriebe des Landes zu besuchen, aber
in Ruse machen wir eine Ausnahme, weil der 1988 eröffnete Obusbetrieb
nicht nur direkt an unserem Wege liegt, sondern auch den
interessantesten Fahrzeugpark des Landes besitzt. Eine Vielzahl von
Trolleybussen aus Mailand und aus diversen Schweizer Städten hat hier
eine neue Heimat gefunden - darunter auch die letzten Basler
Neoplan-Niederflurwagen. Eisenbahnfreunde haben alternativ Gelegenheit,
in Ruse das offizielle bulgarische Eisenbahnmuseum zu besichtigen, das
im ältesten Bahnhof des Landes untergebracht ist und auch eine ganze
Reihe von Dampflokomotiven beherbergt - leider wie in Sibiu überwiegend
in beklagenswertem Zustand. Übernachtung in Ruse.
Samstag, 23.06.12.
Nach gut 300 km Busfahrt quer durch das kleine Land erreichen wir gegen
Mittag die Hauptstadt Sofia. Auch hier gibt es ein umfangreiches
Straßenbahnnetz, Obusse und eine U-Bahn. Wie in Bukarest werden wir
nicht alles sehen und abfahren können, aber für einen großen Teil des
Straßenbahnnetzes und wenigstens ein paar U-Bahn- und Obus-Fotos reicht
unsere Zeit. Der heutige Nachmittag ist erst einmal dem jüngeren, 1989
eröffneten Normalspur-Straßenbahnnetz gewidmet. Der Fahrzeugpark
bestand ursprünglich aus fabrikneuen Tatras und wurde 1995 um den
kompletten Bonner Altwagenpark - Düwag-Vierachser, Sechsachser und
Achtachser - aufgestockt, der dort damals durch Niederflurwagen ersetzt
wurde. 2010 kamen dann noch 15 modernisierte Leipziger Tatra-Züge
hinzu. Wir fahren das Netz mit einem Sonderwagen ex Bonn ab und
besichtigen das einzige Normalspur-Depot. Übernachtung in Sofia.
Sonntag, 24.06.12.
Bis zum frühen Nachmittag haben wir heute noch Zeit für die
Schmalspur-Straßenbahn Sofia, die bereits seit 1898 auf der "krummen"
Spurweite von 1.009 mm in Betrieb ist. Der Fahrzeugpark besteht
größtenteils aus bulgarischen Eigenbau-Gelenkwaren, die z. T. in den
letzten Jahren modernisiert und mit Niederflur-Mittelteilen versehen
worden sind. Außerdem wurden gebrauchte Tatras aus Halle gekauft. Wir
befahren einen großen Teil des Netzes mit einer historischen
MAN-Zweiachser-Garnitur aus den 1930er-Jahren und besichtigen zwei
Depots. Anschließend Bustransfer zum Flughafen. Rückflug mit Austrian
Airlines um 18.40 Uhr von Sofia nach Wien und abends von dort aus
weiter nach Ihrem gebuchten deutschen Zielflughafen.
Reiseleistungen:
Im Reisepreis sind die folgenden Leistungen enthalten:
* Linienflüge mit Lufthansa und Austrian Airlines von Deutschland nach Timisoara und zurück von Sofia nach Deutschland *).
* Rundreise im Sonderbus ab Timisoara bis Sofia.
* 15 Übernachtungen mit Halbpension (Frühstück und Abendessen) in
zentral gelegenen Hotels der gehobenen Mittelklasse, Doppelzimmer mit
Dusche/WC.
* Straßenbahn-Fachprogramme (Sonderfahrten und Depot-Besichtigungen) in allen besuchten Städten.
* Fachkundige deutschsprachige Reiseleitung.
*) Wahlweise und ohne Preisunterschied bieten wir diese Reise ab und
bis Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Stuttgart oder München
an. Bitte teilen Sie uns Ihren Wunsch auf der Reiseanmeldung mit.
Reisepreis:
Pro Person € 1.980,--. Der Einzelzimmer-Zuschlag beträgt € 390,--. Wenn
Sie ihn sparen wollen, können Sie wie bei allen unseren Reisen auch als
Alleinreisender ein halbes Doppelzimmer buchen. Wir finden sicher einen
passenden Zimmerpartner für Sie.
Eine Anschlussfahrkarte 2. Klasse ab jedem beliebigen DB-Bahnhof zu
Ihrem Abflugsort und zurück kostet € 110,-- (€ 90,-- für
Bahncard-Besitzer). Sie gilt in allen Zügen inkl. ICE ohne Zugbindung.
Eventuelle Platzreservierungen nehmen Sie bitte selbst vor. Falls
gewünscht, vergessen Sie bitte nicht, auf der Reiseanmeldung Ihren
persönlichen Abfahrtsbahnhof anzugeben!
Einreisebestimmungen. Rumänien und Bulgarien gehören zur EU. EU-Bürger
benötigen für diese Reise einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.
Reiseleitung: Thomas E. Fischer.
Anmeldeschluss ist der 05. März 2012.
Mindestteilnehmerzahl für diese Reise: 30 Personen.
Sie möchten Sich für
diese Reise anmelden? Hier geht es zur Anmeldung!