Willkommen bei Intra Express.

Während es bei den Straßenbahnen weltweit immer wieder viel Neues gibt und uns die Reiseideen wohl niemals ausgehen werden, wird es mit Dampflokreisen von Jahr zu Jahr schwieriger. Nennenswerten planmäßigen Dampfbetrieb gibt es inzwischen auf der ganzen Welt nicht mehr, und Sonderzüge werden nicht nur immer teurer, sondern auch deren Möglichkeiten - betriebsfähige Lokomotiven und geeignete Strecken - immer begrenzter.

Unseren Grundsätzen, 1. Reisen für anspruchsvolle Eisenbahnfotografen und Videofilmer in überschaubaren Gruppen und mit vielen schönen Scheinanfahrten auf freier Strecke anzubieten und 2. nicht die selben Reisen endlos zu wiederholen, sind wir seit mehr als 20 Jahren treu geblieben.

Da das auch so bleiben soll, bieten wir 2010 nur vier Dampflok-Reisen an, zu denen wir auch wirklich stehen. Zufällig führen sie diesmal alle in Länder, die schon öfter im INTRA EXPRESS-Programm zu finden waren, aber allesamt bieten sie neue Lokomotiven, neue Strecken, hervorragende Fotomöglichkeiten und günstige Preise.

Billig sind wir zugegebenermaßen nicht, aber dennoch preiswert. Eigene Sonderzüge für kleine Gruppen zwischen 20 und 40 Teilnehmern machen natürlich bei vielen unserer Reisen das Gros der Kosten aus. Wir lieben eben keine Massenveranstaltungen und sparen nicht bei unseren Fachprogrammen.
 
Es würde mich freuen, auch Sie 2010 als Reisegast begrüßen zu können. Für alle Ihre Fragen und besonderen Wünsche stehe ich gern zu Ihrer Verfügung.

Ihr Thomas E. Fischer
Geschäftsführer 

Impressum.

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Straßenbahnreise Italien

16. April bis 2. Mai 2010

 Reise 1


Zwar mahlen die Mühlen in Italien langsamer als in Frankreich oder Spanien, doch seit unserer letzten großen Italien-Reise im Jahre 1994 sind immerhin auch hier vier Straßenbahnbetriebe und eine Translohr-"Straßenbahn auf Gummireifen" neu eröffnet worden, eine weitere neue Straßenbahn dürfte bis zu unserem Reisetermin noch folgen. Natürlich hat sich auch bei den bestehenden Betrieben Vieles geändert, so dass wir Ihnen nach 16 Jahren wieder einmal einen aktuellen Überblick geben wollen.

Auf dieser großen Rundreise mit der Eisenbahn durch Italien besuchen wir das ganze Land einschließlich der Inseln Sizilien und Sardinien mit allen seinen alten und neuen Straßenbahnen, aber auch mit vielen seiner weltberühmten historischen Städte. Auch sämtliche U-Bahnen Italiens sind mit in unserem Programm, während wir bei den Obussen Abstriche machen mussten: Es gibt in Italien so viele Trolleybusbetriebe, dass es den zeitlichen Rahmen unserer Reise gesprengt hätte, sie alle zu besuchen. Immerhin fünf "klassische" Obusbetriebe (in Städten, wo es auch Straßenbahnen gibt) und die beiden Translohr-Spurobus-Systeme in Mestre und Padova lernen Sie aber auch kennen.

Reiseverlauf:

Freitag, 16.04.10.
11.30 Uhr Abfahrt ab München Hbf. über den Brenner im durchgehenden Eurocity nach Venedig, Ankunft am späten Nachmittag. Unsere ersten drei Übernachtungen haben wir in einem guten, verkehrsgünstig gelegenen Hotel direkt am Bahnhof in Mestre, dem auf dem Festland gelegenen Stadtteil von Venedig.

Samstag, 17.04.10.
An unserem ersten Programmtag besichtigen wir zwei moderne Translohr-Systeme: Stadtbahnen, denen einzig nur die Schienen fehlen und die stattdessen auf Gummireifen fahren - ein Zwischending zwischen Straßenbahn und Obus. In Mestre ist eine Linie mit dieser französischen Technologie im Bau; Fahrzeuge sind bereits ausgeliefert und absolvieren Probefahrten. In der Nachbarstadt Padova (Padua) hat Italiens erste Translohr-Bahn 2007 den Fahrgastbetrieb aufgenommen. Unser Programm endet heute schon gegen 16 Uhr, um Ihnen anschließend noch Freizeit für eine romantische Bootsfahrt auf den Kanälen von Venedig zu lassen - zum Beispiel durch den berühmten Canal Grande zum Markusplatz und zum Lido.

Sonntag, 18.04.10.
Ganztägiger Ausflug mit der Bahn in die knapp zwei Stunden entfernte Hafenstadt Triest, die eine interessante meterspurige Überland-Straßenbahnlinie nach Villa Opicina an der slowenischen Grenze besitzt. Technisch einmalig ist, dass sie einen Steilabschnitt als Standseilbahn überwindet. Der Planbetrieb wird noch immer mit Vorkriegs-Vierachsern bewältigt, für uns kommt auf einer Sonderfahrt ein noch älterer Zweiachser zum Einsatz. Außerdem besichtigen wir das Eisenbahnmuseum im ehemaligen Bahnhof Campo Marzio, in dem auch Fahrzeuge der früheren innerstädtischen Normalspur-Straßenbahn ausgestellt sind.

Montag, 19.04.10.
Morgens verlassen wir endgültig Mestre und fahren mit Eurostar-Hochgeschwindigkeitszügen Richtung Süden in die Hauptstadt Rom - allerdings nicht ohne einen längeren Zwischenstopp in Firenze (Florenz) einzulegen. Hier befindet sich ein neues Straßenbahnnetz mit drei Linien im Bau, deren erste noch vor unserer Reise eröffnet werden soll. Aber auch wenn Verzögerungen eintreten sollten (womit in Italien immer zu rechnen ist), werden wir die dortigen Sirio-Niederflurwagen jedenfalls auf der Strecke erleben und fotografieren können, denn Probefahrten laufen schon lange. Zwei Übernachtungen in Rom.

Dienstag, 20.04.10 und Mittwoch, 21.04.10.
Für die "Ewige Stadt" Rom und ihren abwechslungsreichen Nahverkehr haben wir zwei volle Tage eingeplant. Wir zeigen Ihnen das normalspurige städtische Straßenbahnnetz mit modernen und älteren Fahrzeugen, die schmalspurige Überlandstraßenbahn, die U-Bahn und den 2005 eröffneten Obusbetrieb. Außerdem gibt es hier gleich zwei neue Nahverkehrsmuseen mit historischen Fahrzeugen. Am späten Nachmittag kurze Weiterfahrt per Bahn nach Napoli (Neapel) und Übernachtung dort.

Donnerstag, 22.04.10.
Auch Neapel bietet dem Nahverkehrsfreund viel Abwechslung, und wenn ein Tag auch nicht reicht, alle elektrischen Nahverkehrsstrecken abzufahren, werden wir sie Ihnen doch wenigstens zeigen und Ihnen Fotomöglichkeiten bieten. Ausführlich besichtigen wir natürlich das Straßenbahn-Restnetz, das immerhin in den letzten Jahren neue Niederflurwagen erhalten hat. Daneben gibt es Obusse, eine nach Jahrzehnten endlich eröffnete kurze unterirdische Stadtbahn und - rechnet man die von der Staatsbahn betriebene "Metropolitana" mit - drei weitere unter unterschiedlicher Verwaltung stehende und nicht miteinander verbundene U-Bahn-Systeme. Dazu verschiedene normal- und schmalspurige Privatbahnen und mehrere Standseilbahnen. Spätabends Weiterfahrt Richtung Süden. Die lange Strecke nach Sizilien legen wir zeitsparend im Nachtzug zurück. Übernachtung in Vier-Bett-Abteilen im Liegewagen (Zwei-Bett-Abteile im Schlafwagen gegen Aufpreis).

Freitag, 23.04.10.
Nach kurzer Überfahrt mit der Eisenbahnfähre nach Messina erreicht unser Zug morgens Catania auf der Insel Sizilien - den südlichsten Punkt unserer Reise: wir sind jetzt rund 1.400 km vom Brenner entfernt. Catania besitzt seit 1999 eine 3,8 km kurze U-Bahn, die den Normalspurbahnhof, den Hafen und den Kopfbahnhof Borgo der schmalspurigen Ferrovia Circumetnea miteinander verbindet. Auf ihrem südlichen Abschnitt verläuft die normalspurige Metro oberirdisch. Schmalspurfreunde haben danach noch Gelegenheit, im Dieseltriebwagen in gut drei Stunden die 100 km lange Circumetnea abzufahren, die - wie ihr Name sagt - um den Vulkan Ätna herum führt. Nachmittags Rückfahrt auf Normalspur nach Messina, wo wir die moderne Straßenbahnlinie besichtigen, die hier seit 2003 mit Fiat-Niederflurwagen betrieben wird (die letzten wurden schon durch Alstom ausgeliefert, da der französische Konzern inzwischen die Schienenverkehrssparte von Fiat übernommen hat). Übernachtung in Messina.

Samstag, 24.04.10.
Vormittags Weiterfahrt per Bahn in die sizilianische Hauptstadt Palermo, wo wir leider für die Straßenbahn mindestens zwei Jahre zu früh kommen. Von dem geplanten Netz von drei Linien sind bisher allenfalls ein paar Baugruben zu sehen. Sollte sich das wider Erwarten bis zum Zeitpunkt unseres Besuchs noch ändern und sollten gar schon die ersten Flexity Outlook-Triebwagen ausgeliefert sein, die im Bombardier-Werk Wien gebaut werden, verlängern wir selbstverständlich unseren Aufenthalt in Palermo. Nachmittags Abfahrt mit der Fähre nach Cagliari auf Sardinien. Übernachtung in Ein- bzw. Zwei-Bett-Kabinen mit Dusche/WC.

Sonntag, 25.04.10.
Morgens Ankunft in der sardischen Hauptstadt Cagliari, wo seit 2008 wieder Straßenbahnen verkehren. Auch hier lernen wir wieder einen anderen Typ von Niederflurwagen kennen, gebaut von Skoda in der tschechischen Republik. Die 6,8 km lange Stadtbahnstrecke - komplett auf eigener Trasse - ist aus dem innerstädtischen Abschnitt einer dieselbetriebenen Schmalspurbahn entstanden. Die Spurweite von 950 mm wurde beibehalten und am Endpunkt Monserrato steigt man nun auf die weiter ins Landesinnere fahrenden Dieselzüge um. Je nach Interesse bleibt Ihnen nachmittags Freizeit für eine Fahrt mit dieser Schmalspurbahn oder mit den städtischen Obussen, und auch eine schöne historische Altstadt lädt zum Besuch ein. Anschließend Weiterfahrt mit der normalspurigen Staatsbahn quer über die Insel Richtung Norden nach Sassari und Übernachtung dort.

Montag, 26.04.10.
Abgesehen davon, dass beide von der sardischen (Schmalspur-)Eisenbahngesellschaft FdS betrieben werden und die selbe Spurweite von 950 mm aufweisen, hat die Straßenbahn Sassari mit der von Cagliari wenig gemein. 2006 eröffnet, entstand sie nicht aus einer vorhandenen Schmalspurstrecke, sondern wurde als "richtige" Straßenbahn quer durch die Innenstadt neu gebaut. Auch die Fahrzeuge sind andere, nämlich Sirios des italienischen Herstellers Ansaldo-Breda. Der Vormittag reicht gut aus, die kurze Strecke, die nichtsdestotrotz reizvolle Fotomotive bietet, eventuell sogar abzuwandern. Für den freien Nachmittag empfehlen wir eine Fahrt im Dieseltriebwagen auf einer der drei noch von Sassari ausgehenden Schmalspurbahnen in die Nachbarstadt Alghero, ein Seebad mit wunderschöner historischer Altstadt. Auf Normalspur fahren wir gegen Abend noch ein kurzes Stück weiter nach Porto Torres, wo wir die Nachtfähre zurück aufs Festland erreichen. Übernachtung wieder in Ein- bzw. Zwei-Bett-Kabinen mit Dusche/WC.

Dienstag, 27.04.10.
Morgens Ankunft in Genova (Genua). Den ganzen Tag haben wir Zeit, die überwiegend unterirdische Stadtbahn, die urige alte Zahnrad-Straßenbahn und den modernen Obusbetrieb zu besichtigen. Wer möchte, kann auch mit den verschiedenen Standseilbahnen der Stadt fahren und sich die meterspurige elektrische Privatbahn nach Casella anschauen. Am späten Nachmittag knapp zweistündige Weiterfahrt im Intercity nach Turin, wo wir übernachten.

Mittwoch, 28.04.10.
In der Stadt Torino (Turin) besteht seit langer Zeit ein ausgedehntes Straßenbahnnetz mit einem abwechslungsreichen Fahrzeugpark, der natürlich überwiegend von der ortsansässigen Firma Fiat gebaut worden ist. Bei Sonderfahrten mit verschiedenen historischen Wagen und Depot-Besichtigungen lernen Sie es ausgiebig kennen. Selbstverständlich befahren wir auch die Zahnrad-Straßenbahn Sassi - Superga mit Stromschienenbetrieb. Neu ist seit 2006 eine vollautomatische Kleinprofil-Metro Typ VAL, deren Depot wir auch kurz besuchen, weil man auf der komplett unterirdischen Strecke mit Bahnsteigtüren an allen Stationen sonst keine Gelegenheit hat, die Fahrzeuge zu fotografieren. Übernachtung noch einmal in Turin.

Donnerstag, 29.04.10.
Morgens kurze Weiterfahrt im Eurostar-Hochgeschwindigkeitszug nach Milano (Mailand) und ganztägige Sonderfahrt mit verschiedenen historischen Fahrzeugen auf dem größten Straßenbahnnetz des Landes. Natürlich bemühen wir uns, auch den Teilnehmern unserer Mailand-Kurzreise im Jahre 2007 strecken- und fahrzeugmäßig noch etwas Neues zu bieten. Im Liniendienst und bei diversen Depot-Besichtigungen erleben sie eine große Vielfalt an Fahrzeugtypen, darunter auch immer noch zahlreiche Peter Witt-Vierachser aus den 1920er-Jahren, zum Teil mittlerweile in neuer gelber Farbgebung. Übernachtung in Mailand.

Freitag, 30.04.10.
Da Mailand außer seinem innerstädtischen Straßenbahnnetz auch noch zwei Überlandlinien mit eigenem Wagenpark, ein großes Obusnetz und eine U-Bahn besitzt, haben wir hierfür einen zweiten Tag eingeplant. Übernachtung noch einmal in Mailand.

Samstag, 01.05.10.
Morgens Weiterfahrt per Bahn zunächst nach Bergamo, wo wir einen weiteren neuen Straßenbahnbetrieb kennen lernen, der 2009 mit italienischen Sirio-Niederflurwagen auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse eröffnet worden ist. Auf der Weiterfahrt nach Bozen könnten wir noch eine Pause in Brescia einlegen, sofern es dort von der künftigen automatischen U-Bahn System Kopenhagen schon etwas zu sehen gibt. Übernachtung in Bozen.

Sonntag, 02.05.10.
Unser letzter Programmpunkt auf dieser abwechslungsreichen Reise ist eine Fahrt mit der neuen Seilbahn von Bozen auf den Ritten zum Besuch der meterspurigen Rittnerbahn. Diese Überlandstraßenbahn hat ihren historischen Fahrzeugpark soeben durch zwei gebrauchte Garnituren von der Schweizer Trogenerbahn deutlich verjüngt, setzt aber auch weiterhin noch über hundertjährige zwei- und vierachsige Oldtimer ein. Nachmittags Rückfahrt im Eurocity nach München Hbf., wo wir um 18.27 Uhr ankommen.

Reiseleistungen:

Im Reisepreis sind folgende Leistungen eingeschlossen:
* Alle Bahnfahrten ab und bis München Hbf. gemäß Reiseverlauf in Regelzügen 2. Klasse.
* 13 Übernachtungen mit Frühstück in guten, verkehrsgünstig gelegenen Mittelklassehotels, Doppelzimmer mit Dusche/WC.
* Zwei Übernachtungen auf Fährschiffen, Zwei-Bett-Kabinen mit Dusche/WC.
* Eine Übernachtung im Liegewagen, Vier-Bett-Abteile *).
* Besichtigungen aller im Reiseverlauf genannten Straßenbahnen, U-Bahnen usw., alle erforderlichen Transfers.
* Soweit vorhanden Foto-Sonderfahrten mit historischen Straßenbahnen, bei den modernen Betrieben Tageskarten, damit Sie das Streckennetz mit planmäßigen Bahnen abfahren und individuelle Fotohalte einlegen können.
* Fachkundige deutschsprachige Reiseleitung.

*) gegen einen Aufpreis von € 30,-- pro Person ist auch Unterbringung in Zwei-Bett-Abteilen im Schlafwagen möglich. Bitte vermerken Sie diesen Wunsch ggfs. auf Ihrer Reiseanmeldung.

Reisepreis:

Pro Person € 1.980,--. Einzelzimmer-Zuschlag € 530,--. Der Einzelzimmer-Zuschlag schließt auch Einzelkabinen auf den beiden Fähren ein, jedoch kein Einzelabteil im Nachtzug. Wenn Sie ihn sparen wollen, können Sie wie bei allen unseren Reisen auch als Alleinreisender ein halbes Doppelzimmer buchen. Wir finden sicher einen passenden Zimmerpartner für Sie.

Eine Anschlussfahrkarte 2. Klasse ab jedem beliebigen DB-Bahnhof nach München Hbf. und zurück kostet € 100,-- (€ 80,-- für Bahncard-Besitzer). Sie ist zur Hinfahrt frühestens einen Tag vor Reisebeginn und zur Rückfahrt spätestens am Tag nach dem Ende unserer Gruppenreise gültig. Falls gewünscht, vergessen Sie bitte nicht, auf der Reiseanmeldung Ihren persönlichen Abfahrtsbahnhof anzugeben!

Einreisebestimmungen.

Für diese Reise benötigen EU-Bürger nur einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.

Reiseleitung: Lars F. Richter und Thomas E. Fischer.

Anmeldeschluss ist der 26. Februar 2010.

Mindestteilnehmerzahl für diese Reise: 30 Personen.


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